Was ist zu tun

Was ist zu tun

Bevor sich jemand einer ästhetischen Operation unterzieht, ist es nötig sich darüber zu informieren. Das ist einfach, wenn Sie sich bei jemandem in Ihrer Familie, Freundeskreis, oder Bekanntschaft erkundigen können, der sich schon einem solchen Eingriff unterzogen hat.

Heute können Sie sich entsprechende Informationen auf den Webseiten plastischer Chirurgen im Internet finden. Ein guter Ratgeber bei der Arztwahl ist die Empfehlung von Bekannten, oder Freunden. Eine andere Möglichkeit ist, sich Informationen und Kontaktadressen von Spezialisten aus dem Internet, Zeitungen oder Telefonbüchern zu besorgen.

Der nächste Schritt ist es, mit dem ausgewählten Artz einen Konsultations Termin zu vereinbaren. Es ist ratsam 3-4 plastische Chirurgen aufzusuchen und mehrere Meinungen einzuholen. Das Wesentliche bei der Konsultation ist, dass der Patient über die Erfolgsaussichten und alle möglichen Komplikationen des geplanten Eingriffs informiert wird.

Folgende Fragen sollten bei der Konsultation unbedingt geklärt werden:

  • ist der Arzt ausgebildete plastischer Chirurg?
  • hat er die nötige praktische Erfahrung in dem gewünschten Eingriff?
  • hat er eine ärztliche Haftpflichtversicherung?

Eine Konsultation läuft normalerweise folgendermaßen ab: Der Patient äußert seine Wünsche und informiert den Arzt über eventuelle Krankheiten und Allergien. Der Arzt untersucht den Patienten, informiert ihn ausführlich über Operationsarten, den Ablauf der Operation und über alle möglichen Komplikationen, da er ansonsten in eine peinliche Situation kommen kann, wenn er seltene Komplikationen verschweigt, um den Patienten nicht unnötig zu "erschrecken".

Bei dem Gespräch setzt sich der Arzt über die Erwartungen des Patienten ins Bild. Sollten dessen Vorstellungen überzogen sein, teilt er Ihm dies mit und erläutet die realistischen Perspektiven.

Ich habe von einem italienischen Chirurgkollegen den folgenden Satz gehört, mit dem ich absolut übereinstimme : Alles was wir vor der Operation sagen ist Auskunft, alles was wir nachher sagen ist Rechtfertigungsversuch. Rechtfertigungsversuche können zum Vertrauensverlust führen, der ein schweres Problem im Arzt-Patienen Verhältnis darstellt. Bei gewöhnlichen plastischen Operationen kommt es bei 2-3% der Fälle zu Komplikationen.

Das Problem mit den Prozenten ist, dass es dort wo Komplikationen auftreten, für den jeweiligen Patienten dann gefühlte 100% sind. Die Statistik zeigt, dass 96% der Patienten zufrieden sind, 97% sich jederzeit weiterer Operationen unterziehen würden, aber nur 2-3% die Operation bereuen.

Die Eingriffe aufgrund ästhetischer Probleme betrachten wir als Luxusoperationen. Nicht wegen des Preises, sondern weil wir gesunde Menschen lediglich aus kosmetischen Gründen operieren. Daher sind die obengenannten Informationen noch wichtiger als bei krankheitsbedingten Eingriffen.

Ein großes Problem ist die schon erwähnte unverhältnismäßige Erwartung, die dazu führen kann, das trotz korrekter Behandlung und erfolgreicher Operation der Patient dennoch unzufrieden ist und das Arzt -Patienten Vertauensverhältnis empfindlich gestört wird.

Es kann sein, dass Sie Ihre Angehörigen, Freunde und Bekannte von der Operation abbringen wollen, da sie nicht nachempfinden können, welche Belastung Ihr in deren Augen unauffälliges "Anderssein" Für Sie darstellt. Dabei sollte klar sein, daß der Leidensdruck (Fachausdruck: nicht zufrieden mit der Körperkontur) schon sehr groß sein muß, um die Betreffenden dazu zu bringen, sich einer Operation zu unterziehen.

Wir sind unterschiedlich. Die eine Frau ist mit der Größe ihrer Brust ganz zufrieden, eine andere mit einer gleichgroßen Brust möchte sie unbedingt vergrößern lassen. Folgender Vergleich kannn vielleicht helfen die Patienten zu verstehen:

Wir alle waren schon in einer ähnlichen Situation, wenn wir uns für einen Abendempfang, Feier oder ähnliches vorbereitet haben und wir unbedingt das passende Kleid oder den passenden Anzug tragen wollten. Dort haben uns dann alle für das Kleid oder den Anzug gelobt, nur wir haben uns darin nicht wohl gefühlt. Ein ähnliches Gefühl ist es mit seiner Körperkontur nicht zufrieden zu sein, nur hat man dieses Gefühl eben nicht nur für wenige Stunden, sondern über Jahre.

Das Gespräch vor der Operation muss klären, ob der Beschwerde ein tatsächliches ästhetisches Problem zugrunde liegt, oder nur eine psychisches, gegen das die ästhetische Operation nicht helfen wird. Es ist interessant, dass solche Probleme immer bei den Patienten die Nasenoperation wollen vorkommen.

Wenn sich der Patient für eine Operation entscheidet, kann man den Zeitpunkt des Eingriffes festlegen und mit den obligatorischen Untersuchungen für Operation und Anästhesie beginnen.

Allgemeines über die ästhetische Chirurgie: Die ästhetische Chirurgie ist ein Zweig der plastischen Chirurgie, in der die Operationen ausschließlich für Schönheitsziele vorgenommen werden. Die Basis der ästhetischen Chirurgie ist die Plastische. Wir benutzen seit Jahrzehnten bewährte Operationstechniken der plastischen Chirurgie. Die Wichtigsten sind die Schnittführung und die sogenannte atraumatical Wundbehandlung. Bei einer Operation kann man die Schnitte nach ihrer Lage in zwei Hauptgruppen einordnen: notwendige und der zweckmäßige Schnitte. Der notwendige Schnitt ist der Schnitt, den der Ventral-Chirurg in der Bauchhöhle macht, und deshalb die beste Aufschlußarbeit wählt. Nach ihrer Anschauung die restliche Narbe ist nicht deutsam, weil es "nur" ästhetisches Problem ist. Für sie ist vorrangig eine Anschwellung zu beseitigen, und schaut die Operation und die Wundschließung nicht so bedeutend. Bei dem zweckmäßige Schnitt Planung der Operation der Operateur beobachtet, dass er die unvermeidliche Wunde in der besttunlichen Richtung und möglich in verstecktem Bereich machen wird. Bei der Schließung der Wunde benutzen wir eine solche Nahttechnik, wo das Nähgarn unter der Haut läuft, und tritt nur zweimal, bei langer Wunde dreimal, von der Haut aus. Damit weichen wir die sogenannten "Leiter"-Narben, die durchnähenden Nähte aus. Außerdem die Behandlungsweise mit den Hautranden befördern auch die strichweise Wundheilung, nachdem die Narbe kaum sieht. Unter den vergangenen Jahren haben sich die immer bessere, sichere und auf diesen Zweig der Chirurgie charakteristische Operationstechniken herausgebildet. Im Folgenden werden wir diese Techniken von Region zu Region kennenlernen.