Nasenkorrektur

Die Nasenplastik gehört zu den anspruchsvollsten Eingriffen der plastischen Chirurgie. Da die Nase das Zentrum des Gesichtes ist, wird sie nicht nur vom Patienten, sondern auch von seiner Umgebung genau wahrgenommen. Deshalb ist jede Veränderung ihrer Form und Größe auch eine Änderung des Gesichtes und dadurch auch der ganzen Persönlichkeit. Die Form der Nase ist genetisch kodiert, oder ist allgemein durch Veränderungen nach der Geburt (z.b.: Unfall) bestimmt.

Aufgrund der persönlichen Eigenarten ist das knochige und knorpelige System der Nase sehr unterschiedlich. Das Nasenbein, der äussere Knorpel, der Knorpel an den Seiten der Nase (was innere und äussere Bögen hat) und die Nasenscheidewand sind für das Aussehen bestimmend. Das Nasenbein und die äusseren Knorpel bestimmen die Weite der Nase, ausserdem die Form und den Bogen des Nasenrückens. Die Knorpel an den Seiten der Nase bestimmen die Form die Zierlichkeit, oder “Dickheit” der Nasenspitze. Die Nasenscheidewand ist für die Länge und Geradheit der Nase verantwortlich. Diese sind allgemein genetisch kodiert. Daneben kann ein möglicher Unfall auch als beeinflussender Faktor wirken. Die erwünschte Wirkung kann während der Operation mit der Veränderung der obenangeführten anatomischen Faktoren erreicht werden. Mit der Entfernung des oberen Teiles der Knorpel an den Seiten der Nase kann die Nasenspitze, mit der Abkürzung der Erhöhung des Nasenbeines, bzw. mit dem “Einbrechen” des Knochens kann die Biegung und die Breite der Nase beeinflusst werden. Mit der Diminution der unteren Kante der Nasenscheidewand kann die Länge und die Erhöhung der Nase reduziert werden.

Die bedeutende Biegung der Nasenscheidewand kann auch die Nasenachse verdrehen, dieses Problem kann aber nur mit der Hilfe von Nasen-Kehlkopfspezialisten gelöst werden.

Abhängig von der Form der Nase, kann die erwünschte Form durch eine Kombination der obenangeführten Eingriffe erreicht werden. Nasenplastik erfolgt unter Lokalanästhesie. Falls vom Anästhesisten empfohlen, wird auch unter Vollanästhesie operiert. Die Operation kann, abhängig von der Schwere des Eingriffs, von einer halben Stunde bis zu 2-3 Stunden dauern. Die Einschnitte (ausser der Eingriff an den Nasenflügeln) werden innerhalb der Nase, verdeckt durchgeführt.

Nach der Operation, die wird die Nasenplastik mit einem Pflaster, einem Gips und Nasentampons beendet. Der Gips muss normalerweise 5-10 Tagen lang getragen werden. Tampons werden 24-48 Stunden nach der Operation entfernt. Es wäre auch empfehlenswert 2-3 Wochen lang nicht zu schnäuzen, oder physische Arbeit zu verrichten. In den normalen Lebensablauf kann man erst nach Abnahme des Gipses zurückkehren. Nach der Entfernung des Gipses ist schon die Wandlung sehbar, aber aufgrund der Anschwellungen ist die endgültige Form noch nicht sehbar. Nach 4-6 Wochen kann man schon die endgültige Form sehen, aber erst nach einem halben Jahr können wir über einem endgültigen Ergebnis sprechen, da sich noch kleinere Änderungen vollziehen können. Die häufigsten Komplikationen der Operation sind Blutungen und Entzündungen , außerdem kann es in manchen Fällen zu zeitweilige Gefühllosigkeit, Atembeklemmung und Assimetrie kommen. Falls auch äussere Einschnitte durchgeführt wurden, können auch Wundheilungsstörungen auftreten. In Sonderfällen kann es auch hier zur Hautabsterben kommen.