Lidkorrektur

Die altersbedingte Veränderungen der Augengegend sind erheblich. Die obere Augenklappe senkt sich mit zunehmendem Alter, mitunter so stark, dass es das Sehen beeinträchtigen kann. Die extreme Einsenkung der unteren Augenlidhaut kann die Schließung der Lidspalte erschweren, und die Quelle von verschiedenen Problemen sein.

Die ästetischen Problemen beginnen natürlich bereits vorher. Die Augenplastiken können das gealterte Gesicht bedeutend verjüngen und werden oft mit Gesichtsplastik kombiniert.

Häufig ist der Hautüberlauf an der oberen Augenklappe nur ein Teil der komplexen Problematik, weil das Lockerwerden der Augenbogens und eine Zunahme des Fettgewebes auch mitwirken können. Für ein gutes Ergebnis reicht eine Abtragung der Hautüberschusses nicht aus, sondern muss zusätzlich durch eine Operation mit einer Augenbrauenplastik und einer Fettgewebeablation augmentiert werden. Die Operation wird unter Lokalanästhesie gemacht.

Die Wunde wird mit dünnem Faden genäht, den wir nach 5-6 Tagen entfernen. In den Stunden nach der Operation wird empfohlen die Operationsfläche mit Umschlägen zu behandeln. ( Unter Umschlägen verstehen wir, die Oberfläche stündlich 20 Minuten lang mit in Stoff eingewickeltem Eis, oder einfach mit gefrorener Tütenmilch zu kühlen. Sehr gut sind auch tiefgekühlte Erbsen, weil sich die Erbsen sehr gut an die Form der Regionen anpassen und einen optimalen Kühlungseffekt haben. Umschläge keinesfalls ununterbrochen anwenden. Ohne Pausen angewendet können sie sehr schädlich sein. Mit Eisgelee, aus Kühlschrank nicht dem Eisfach, kann die Anwendungszeit verlängert werden.) Nach 1-2 Wochen wird die Narbe fast unsichtbar.

Die Operation des unteren Augenlides ist nicht so einfach, die Häufigkeit von Komplikationen ist weit höher. Die Linie der Insektion wird unter dem Rahmen der Augenwimper, in der äußeren Ecke des Augens, herunterwärts in stumpfem Winkel, und wird die Haut von der unteren Seite des Augenmuskels auf präpariert. Wir tragen das überleiene Fettgewebe aus den drei Kammern ab, mit der Eröffnung des Muskels und der Muskelplatte. Die Schätzung der Menge der überflüssigen Haut ist ein sehr kritischer Schritt, weil man bei zu viel Ablation der Haut die Augen nicht mehr schließen kann und das Augenlid später umklappen könnte. Das kann sehr schweren Problemen verursachen, sogar Sklerageschwüre. Nicht genügende Hautablation wiederum kann die Operation erfolglos machen. Heutzutage bekommt die sogenannte Fettbehaltungsoperation immer größere Bedeutung. Bei dieser Operation tragen wir das Fett, das die “Taschen” verursacht, nicht ab, sondern breiten es aus, oder wir setzen den buckeligen Teil, wie bei einem Bruch, auf die originale Stelle zurück, und schließen darüber wieder die Bindgewebeschichten.

Häufig kommt es vor, dass auf der unteren Augenklappe “Taschen” auftreten, ohne Beulen oder Einsinken der Haut. Diese Veränderung verursacht ein Überschuß von Fettgewebe. In diesen Fällen gibt es auf der Augenklappe keinen Hautüberlauf, der Chirurg kann die Haut nicht resezieren, deshalb entfernt er nur das überflüssige Fettgewebe. Um an das Fettgewebe heranzukommen, macht er den gleichen Schnitt, wie bei der formelhaften Augenlidoperationen, obwohl er keine Haut entfernen möchte. Eine relativ neue Methode bietet eine Lösung mit der Hilfe der Lasertechnik. Wir erreichen den problematischen Bereich vom Augapfel her, der mit der Augenbindehaut bedeckt ist, an dessem untersten Punkt. Wir schneiden das Gewebe mittels Laserstrahl, und wir entfernen das überflüssige Fett. Nach dieser Operation gibt es keine Narbe, die Heilung erfolgt auch sehr schnell, in 2-3 Tagen.