Hochnähen der Brust

Die weibliche Brust verliert von ihre Spannkraft und senkt sich mit zunehmendem Alter. Veränderungen treten ein aufgrund abnehmender Flexibilität der Haut, aber auch nach einer Geburt oder Fehlgeburt. Während der Schwangerschaft schwillt der Drüsenbestand der Brust hormonellbedingt an und bereitet sich auf die Milchproduktion für das Baby vor.

Nach der Geburt beginnt die Milchproduktion. Nach dem Ende der Milchproduktion, sowie bei Schwangerschaftsabbruch oder Abgang der Leibesfrucht wird nicht der alte Drüsenbestand wiederhergestellt, sondern ein durch Auszehrung verkleinerter. Die ausgedehnte Haut, kompensiert das Dank ihrer Flexibilität, durch Kontraktion, (so wie zum Beispiel beim Bauch), aber wo diese Elastizität kleiner, beziehungsweise die Auszehrung größer ist, tritt eine Erschlaffung ein. Das Ausmaß der Erschlaffung hängt von den obenerwähnten Faktoren, sowie von der Größe der Brust ab. Die Erschlaffung kann nach einer stärkeren Gewichtsab-, oder Zunahme bedeutend sein.

4 Hauptstadien kann man unterscheiden.

  1. Die Brustwarze befindet sich über der Überhangsfalte (wo die untere Seite der Brust auf den Brustkasten trifft.)
  2. Die Brustwarze (Mamilla) ist in der Höhe der Überhangsfalte.
  3. Die Brustwarze die ist unter der Überhangsfalte.
  4. Die Brustwarze schaut schon abwärts.

Während der Veränderung vergrößert sich die Distanz zwischen Überhangsfalte und Mamilla, beziehungsweise die Memilla gelangt immer tiefer. Bei der Operation muss man die Mamilla weiter nach oben verlegen, und die erwähnte Distanz verkleinern. Im zweiten Stadium kann man schon mit einem Implantat zu einem guten Ergebnis gelangen, ohne Haut entfernen zu müssen, was Wundnarben verursachen würde.

Die 3 häufigsten Typen des Brustaufnähens:

  1. Am Brusthof wird die Haut kreisrund entfernt. Diese Methode verursacht die wenigsten Wundnarben, kann aber nur selten angewendet werden, (nur bei tubularer Brust), weil diese Operationsform, falsch gewählt, zu einer flachen Brust führen kann.
  2. Ablation der Haut pilzförmig rund um und unter dem Brusthof. Die daher resultierenden Wundnarben sind rund um und vertikal unter dem Brusthof. Die vertikale Wundnarbe kann etwas dicker sein im allgemeinen.
  3. Beim traditionellen (Form von einem verkehrten “T”) Schnitt sind die Wundnarben rund um der Brustwarze, vertikal, horizontal und in der Überhangsfalte. Mit der entsprechenden Auswahl aus diesen drei Techniken kann man ein ausgezeichnetes Ergebnis bekommen.

Die Operation wird nach einer Untersuchung unter Anästhesie gemacht. Gibt es keine Komplikationen, kann man auf den folgenden Tag nach Hause gehen. Die Fäden werden in der zweiten Woche gezogen, dann muss man 4 Wochen lang Tag und Nacht einen Büstenhalter tragen, danach weitere 2 Wochen lang nur bei Tage. Die Narben werden immer blasser, und sind nach einer gewissen Zeit kaum noch sichtbar. Im ersten Monat sollte man eine schonende Lebensweise führen, danach kann man die vorhergehende Lebensweise wieder aufnehmen. Die häufigsten Komplikationen sind: Blutungen, Entzündungen, Innervationsstörungen, Hautabsterben, und Wundheilungsstörungen.