Entzundungen

Entzündungen melden sich am 5. – 14. Tag nach der Operation. In besonderen Fällen können sie auch nach 4-5 Wochen auftreten. Sie können sich von eine leichten Rötung, über eitrige Absonderungen bis zur schwierigen, auch Gewebeabsterben verursachenden, Infektion ausbreiten.

Sie können grundsächlich von zwei Ursachen verursacht werden.

Der von Außen eingebrachte Erreger, der während der Operation, oder während der ihr folgenden Wundbehandlungen in die Wunde gelangt, kann, falls der Patient die Anweisungen des Arztes nicht einhält und seine Verbände entfernt, oder feucht werden lässt, durch zusätztlich eindringende Keime überinfiziert werden. Die zur normalen Flora der gesunden Haut gehörenden Bakterien können auch Quellen von schwierigen Entzündungen werden, wenn sie sich im Wundgebiet, begünstigt, z.B. durch feuchte Verbände explosionsartig vermehren und eitrige Entzündung verursachen. Die erste Ursache tritt selten auf.

Die zweite ist häufiger, da wir zwar vor der Operation das Wundgebiet waschen und weitest möglich desinfizieren, aber trotzdem einige wenige Bakterien übrig bleiben. Das Immunsystem des Organismus besiegt aber ohne Probleme diese geringen Bakterien, die in diesem Fall in der Wunde sind. Problem gibt es dann, wenn die Immunabwehr des Organismus geschwächt ist, oder das Bakterium wegen irgendeines Grundes virulenter ist, als der Durchschnitt. In den meisten Fällen kann die Situation mit der Öffnung der Wunde, mit der Ableitung der Absonderung beherrscht werden. Es kann aber Probleme mit der Heilung der Wunde geben, denn auf dem Wundgebiet heilt sie mit einer breiteren Narbe ab. Bei einigen Arten von Operationen aber, so zum Beispiel bei Brustvergrößerung bedeutet diese Art von Entzündung den Misserfolg der ganzen Operation, denn beinahe in jedem Fall führt das zur Entfernung des Implantats.